Finanzierung EFB

Beschlüsse der Propsteisynode zur Finanzierung der EFB


Gemeindepfarrstellen

Beschluss der Propsteisynode zu Gemeindepfarrstellen


Positionspapier Pfarrverbände neuen Typs

Tagung der Propsteisynode

Am 22.10. tagte die Propsteisynode.


Beschluss der Propsteisynode Salzgitter- Lebenstedt vom 05. März 2014

Die Landeskirche beabsichtigt, sowohl die Berechnungsgrundlagen für Gemeindepfarrstellen, wie auch den Status der Pfarrverbände neu zu definieren.
Dazu nehmen wir wie folgt Stellung:

  1. Evangelische Kirche wird erkennbar, wenn sich Gemeinde um das Wort Gottes und das Sakrament versammelt. Das Pfarramt ist bezogen auf die Gemeinde und eine Funktion der Gemeinde aufgrund des Auftrages Gottes. (Mt. 28; CA V und CA VII)
  2. Es erheben sich theologische Bedenken, wenn die Bezogenheit von Gemeinde und Pfarramt gelöst oder zumindest gelockert  werden soll und eine neue Verwaltungsebene geschaffen wird. Die Kirchenverfassung, die Kirchengemeindeordnung und das Pfarrerdienstrecht sind hiervon berührt. Wenn Kirchengemeinden, wie angestrebt, marginalisiert werden, so hat dies eine Bedeutung für den evangelischen Begriff von Kirche und für das Amtsverständnis. In theologischer Hinsicht erfolgt hier ein Paradigmenwechsel. Die das Wort Gottes „hörende Kirche“ wird um ihr Recht gebracht, die „lehrende Kirche“ zu prüfen unter dem Kriterium der Evangeliumsgemäßheit. (s .dazu Luther: Dass eine christliche Gemeinde…1523;  sowie Barmen III: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft   und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.“  
  3. Die Verknüpfung einer neuen Berechnung von Gemeindepfarrstellen mit der Neudefinition von „Gestaltungsräumen“ ist kritisch zu sehen. Die Gestalt von Kirche und deren Zukunftsfähigkeit wird einseitig an das Vorhandensein von Pfarrpersonen gebunden, sofern mit der Reduzierung von Pfarrstellen eine zeitgleiche signifikante Reduzierung von Gemeinden angestrebt wird.
  4. Die Nichtberücksichtigung von Einrichtungen in Kirchengemeinden für den jeweiligen Arbeitsauftrag der Pfarrpersonen ist wirklichkeits- und gemeindefremd. Wenn z. B. neben der notwendigen Professionalisierung diakonischer Einrichtungen das Band zwischen diesen Einrichtungen und den Gemeinden weiter gelockert wird, so ist zu befürchten, dass das evangelisch- diakonische Profil verloren geht, so, wie es in z.T. in Einrichtungen der Altenhilfe und der ambulanten Diakonie der Fall ist.
  5. Die Einrichtung von „Pfarrverbänden neuen Typs“ hat zum Ziel, perspektivisch Pfarrstellen so beschreiben zu können, dass eine Beauftragung mit 100% erreicht wird. Dies ist zu begrüßen. Jedoch wird eine statische Festschreibung von Pfarrverbänden oder „Gestaltungsräumen“ nicht verhindern, dass die dynamischen Komponenten der Kirchengemeinden als solche wirksam bleiben: Die Mitgliederzahlen der Gemeinden werden sich verändern und auch der Wechsel von Pfarrpersonen wird weiterhin erfolgen.