Jugendgruppen-leiterausbildung

Neue Kurse für die Ausbildung als Jugendgruppenleiter

Termine 2014

Hier finden Sie die Termine für 2014

Kinderfreizeit

Ein Bericht der Kinderfreizeit in Stauffenburg.

Fertig machen zur Wende... Ich brauche vier starke Leute, die das Großsegel hochziehen!

Samstagmorgen, 6:30 Uhr: 24 Jugendliche und junge Erwachsene und unsere Diakonin Marion Warnecke standen zur Abfahrt bereit am Gemeindehaus in Steterburg. Nach einem kurzen Abschied und voller Aufregung und Vorfreude stiegen alle in die drei bereit stehenden Kleinbusse und fuhren sechs Stunden (natürlich inkl. Mac Donalds Stopp) nach Enkhuizen ans Ijsselmeer in Holland.
Kaum waren wir da, machte sich eine Truppe auf den Weg Lebensmittel für die Woche einzukaufen. Die Anderen brachten die Reisetaschen und Rucksäcke an Bord.
Als die Einkaufstruppe wieder kam, bekamen wir eine Einführung von Jasper, unserem Maat, in die Kunst des Segelns und legten dann gleich darauf ab.
Noch am selben Tag kamen wir in Makkum an, wo gerade Hafenfest gefeiert wurde. Wir erkundeten den Ort und vor allem der Gang zum Supermarkt war extrem beliebt.
Nach einem leckeren Frühstück ging es am nächsten Tag zur Insel Terschelling. Das Wetter war angenehm. Es war zwar warm aber wir hatten trotzdem genug Wind zum Segeln.
Auf Terschelling teilte sich dann unsere Gruppe auf. Manche gingen schwimmen oder ins Wattenmeer, andere fuhren mit geliehenen Fahrrädern zum Strand. Unser Kapitän Klaasjan hatte uns diesem Strand wärmstens empfohlen, er meinte sogar es wäre mit einer der schönsten Strände, die er je gesehen hat. Da ließen wir uns natürlich die Gelegenheit nicht nehmen, um das zu prüfen. Und er behielt recht: ein langer Strand mit weichem, hellen Sand. Das Wasser war zwar kalt, aber das störte uns nicht und wir stürzten uns in die Wellen.
Am folgenden Tag wurde das Wetter schon ein bisschen regnerischer, was aber unsere Laune nicht kippen ließ. Ganz im Gegenteil! Einige zogen sich ihre Regensachen an und liefen bei Regen an Deck rum. Das war wiederum am Donnerstag gar nicht mehr möglich. Aber dazu komme ich noch.
Nach Terschelling kam Den Oever. Wir wollten am Abend auf dem Steg grillen, aber es fing auf einmal an zu regen. Trotzdem ließen wir uns natürlich davon nicht abbringen, zogen unsere Regensachen an und schafften es bei strömenden Regen einen Holzkohlegrill zum Brennen zu bringen. Grillen muss gelernt sein!
Am nächsten Tag regnete nicht mehr, aber der  Wind war umso stärker. Dadurch kamen wir relativ zügig nach Kampen.
Aber alle diese Fahrten waren nichts gegen das, was uns am Donnerstag auf dem Weg nach Hoorn passierte. Wir wollten eigentlich schon ein paar Tage früher nach Hoorn, hatten aber auf Rat unseres Skippers die Fahrt verschoben, da er ein bisschen Sorge um das Schiff hatte.
Wir mussten auf dem Weg ein paarmal das Segeln wenden. Eine Wende zu machen, wäre von sich aus kein Problem gewesen, aber am Donnerstag herrschte fast ein kleiner Sturm. Die Wellen waren hoch und schubsten das Schiff wie eine kleine Nussschale hin und her. Zu allem Überfluss regnete es natürlich auch noch.
Unter Deck war es eigentlich nicht auszuhalten, da man dort unten nicht mehr gerade stehen konnte. Man wurde immer von der einen zur anderen Seite geschubst, deshalb saßen alle in Regensachen eingepackt in der überdachten Plicht des Schiffes. Manche auch bepackt mit einer Plastiktüte, um sich im Notfall mal kurz übergeben zu können. Nach fast einer leeren Packung Reisekaugummis und zwei vollen Plastiktüten, waren wir alle erleichtert, als wir endlich in den Hafen von Hoorn fuhren und das Geschaukel ein Ende nahm. Nach Hoorn ging es wieder zurück in unserem Heimathafen Enkhuizen, und von dort nach der Reinigung des Schiffs wieder nach Hause.
Trotzdem war dieser Donnerstag für viele, auch für mich, der Beste.
Denn dadurch hatten wir alle eine wirklich tolle Segelfreizeit und haben alles erlebt, was einem auf einem Segelschiff passieren kann.
Emily Slomka

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