Kita St. Andreas

Leiterin Astrid Hoffmann
An der Schölke 14
38226 Salzgitter
Tel.: 05341 - 4 32 24
Fax: 05341 - 1 88 99 24

Email: andreas.sz.kita(at)lk-bs.de
Astrid Brinkmann
St. Andreas

Was "offener Kindergarten" bedeutet

Wir haben für unsere Einrichtung eine Konzeption erstellt, die dem der „Offenen Arbeit“ nahe steht und nach den räumlichen und personellen Gegebenheiten hier ausgerichtet ist.
Unser Kindergartenalltag ist dadurch lebendiger und viel spannender geworden. Wir haben geistig und körperlich viel mehr Bewegungsfreiheit geschaffen.
Unser wichtigstes Ziel ist es, die Kinder zur größtmöglichen Unabhängigkeit vom Erwachsenen zu führen.
Unsere evangelische Kindertagesstätte steht allen Kindern ab einem Lebensalter von drei Jahren offen. Hier werden täglich 100 Kinder in 4 Gruppen betreut.
In der Gemeinschaft mit anderen Kindern soll die Freude zu allem Tun geweckt werden
durch Musik, Sport und Spiel.

Leitbild

Die Arbeit in unserer Kindertageseinrichtung ist im Auftrag der Kirche und durch die Kindertaufe begründet. Sie versteht sich als Verkündigung und Diakonie für Kinder. Sie ergänzt das Elternhaus in der Verantwortung für die Erziehung der Kinder.
Die Kindertageseinrichtung ist Teil unserer Gemeinde, die sie trägt. Sie erfüllt einen von Kirche und Staat anerkannten eigenständigen Erziehungs- Bildungs- und Betreuungsauftrag. 

Als Teil des diakonischen Auftrags der Kirche auf Gemeindeebene trägt die Arbeit in unserer Kindertageseinrichtung uneigennützig zur Verbesserung der Lebenssituation der Kinder bei. Sie ist grundsätzlich offen für alle Kinder. Familien aus allen sozialen Schichten, Religionen und Nationalitäten sind willkommen. 

Das biblisch-christliche Menschenbild verpflichtet in besonderer Weise, Kinder in ihrer Individualität und Einmaligkeit zu schätzen. Kinder in christlicher Verantwortung zu erziehen, heißt für uns, sie so anzunehmen, wie sie sind und ihnen in Liebe zu begegnen, damit sie auch ihr eigenes Verhalten an der Liebe ausrichten können.
Die Kinder erfahren  hier die befreiende Kraft des Glaubens in einer Weise, dass die eigene Person liebenswert ist und bleibt, das Handeln aber davon zu unterscheiden da es veränderbar ist.

Selbstständigkeit, Selbstbestimmung, Verantwortung, Gewissensbildung und Beteiligung sind wesentliche Aspekte der Würde des Menschen. Bei der Förderung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten berücksichtigen wir das Recht des Kindes, selbstbestimmt und selbstständig handeln zu dürfen.

Die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten stehen mit ihren Familien im Mittelpunkt unserer Arbeit. Im täglichen Miteinander werden Nächstenliebe und Toleranz sowie Friedens- und Konfliktfähigkeit gefördert. In einer Atmosphäre des Vertrauens sollen die Eltern sich angenommen fühlen.
Sie sind Partner im Erziehungsgeschehen und können erwarten, dass ihre Wünsche respektiert und berücksichtigt werden und ihnen zugleich eine klare pädagogische Konzeption begegnet, die bei auftretenden Differenzen als Basis für eine faire Auseinandersetzung und Konfliktregelung dient.

Als Kirchengemeinde liegt uns viel an der hohen Qualität unserer Einrichtung. Wir legen großen Wert auf unseren Qualitätsstandard und seine Weiterentwicklung. Mit der Einführung eines wirksamen Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2000 werden Standards, Konzeption, Arbeitsvorbereitung und Durchführung regelmäßig auf ihre Qualität und Wirksamkeit überprüft.

Pädagogische Arbeit

Unsere pädagogische Arbeit ist konzeptionell auf die neun Lernbereiche im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung des Niedersächsischen Kultusministeriums aufgebaut.

Ein Kind, das emotional stabil verankert ist, bringt seine Gefühle zum Ausdruck und findet Worte dafür. Auf Gefühlsäußerungen von anderen Kindern, wie Freude, Ärger, Angst und Wut, reagiert es mit Verständnis und Anteilnahme. Es hat ein Bewußtsein für das, was es kann, gerne hat oder auch ablehnt.
Soziales Lernen zeigt sich, indem ein Kind zu den anderen Kindern und auch zu der erwachsenen Bezugsperson Kontakt aufnimmt, Bedürfnisse und Gefühle anderer achtet und berücksichtigt.
Regeln im Zusammenleben werden von den Kindern eingehalten und auch, besonders von den älteren, in Frage gestellt. Die Kinder üben sich im sozialen Lernen, indem sie Konflikte miteinander klären.
Grundlage für die emotionale Entwicklung in einer Kindergruppe ist die verlässliche Bindung zu einer erwachsenen Bezugsperson.
Wir nehmen jedes Kind persönlich wahr, indem wir es begrüßen und erfahren im
täglichen Willkommenskreis, wie es ihm geht. Jedes Kind entscheidet für sich selbst:
sei es beim freien Frühstück und den gemeinsamen Mahlzeiten, der Teilnahme an den Angeboten, Nutzung der verschiedenen Räume mit ihren Schwerpunkten und des Sandbereichs auf dem Außengelände, bei der Pflege und Gestaltung von Freund-schaften.
Unterstützt wird diese Entwicklung durch altersgemischte Gruppen, die Gegebenheiten in unserem offenen Konzept und den Rückzugsmöglichkeiten auf dem Spielgelände.

Im Bereich der kognitiven Entwicklung erfahren Kinder, dass sich Menschen und Dinge in ihrer Umgebung gegenseitig beeinflussen. Sie werden ermutigt, immer wieder nach dem Warum? Wie? Wohin? Wozu? ... zu fragen und genau zu beobachten. Dabei gilt es auch, sich mit anderen zusammen auf die Suche nach Antworten zu begeben und Freude am Lernen zu erleben. Hierbei benötigen sie Erwachsene, die ihre Fragen, Versuche und Ideen ernst nehmen und aufgreifen und nicht immer gleich eine Lösung parat haben. Die dazu erforderliche Neugierde, aber auch Beharrlichkeit und Konzentration wird durch bewusstes Erzieherverhalten motiviert.
Dazu bieten wir eine anregende Umgebung an, die zum eigenen Tun auffordert. Die frei zugänglichen Spiele und wechselnden Angebote und Projekte tragen dazu bei. Auch unser Außengelände mit Sträuchern und altem Baumbestand lädt dazu ein.
Die Beobachtung der Aktivitäten der Kinder lässt Rückschlüsse auf die Spiel- und Lerninteressen sowie auf Defizite zu. Diese werden in die folgenden Planungen mit einbezogen.

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang und Freude daran, ihre körperlichen Möglichkeiten zu entdecken. Schon das Kleinkind erobert krabbelnd sein Zuhause. Um ein Bewusstsein für den eigenen Körper zu entwickeln, nutzen die Kinder vielfältige Anlässe und Möglichkeiten zur Bewegung, zusätzlich zum alltäglichen Handeln, wie z.B. das Treppensteigen, auch im Bewegungsbereich und dem Spielgelände (Seilzirkus u. Fahrzeuge). So erleben sie eigene Stärke, entwickeln Zutrauen in sich selbst und stellen sich neuen Herausforderungen.
Dabei erleben sie Anspannung und Entspannung und finden so in ein inneres Gleichgewicht. Im Laufe der Kindergartenzeit übernehmen sie immer mehr Verantwortung für den eigenen Körper in Bezug auf Gesundheit und Ernährung.
Regelmäßige Zahnpflege und zuverlässige Körperhygiene werden im täglichen Ablauf bewußt eingeübt. Vielseitige und gesunde Ernährung ist uns wichtig. Die Kinder erfahren dies im Kindergartenalltag beim Frühstück, welches sie einmal in der Woche selbst zusammenstellen und beim gemeinsamen Mittagessen, das hier täglich frisch und kindgerecht zubereitet wird. Dazu informiert sich unser Küchenpersonal stets über den aktuellen Stand der Ernährungstrends im Rahmen von Fortbildungen und Fachliteratur. Bei hauswirtschaftlichen Angeboten kochen und backen die Kinder selbst.

Kinder lernen Sprache im kontinuierlichen sozialen Kontakt, besonders mit Erwachsenen, zu denen sie eine gute Beziehung haben. Spracherwerb ist ein eigenaktiver und konstruktiver Prozess, dabei ist das Kind auf gelungene Dialoge und sprachliche Anregungen angewiesen.
Für die sprachliche Bildung bieten wir musikalische und rhythmische Formen wie Lieder, Geschichten, Bilderbücher, Reime, Singspiele und Ähnliches, zum Teil auch mit Bewegung verbunden, bewußt in unterschiedlichsten Zusammenhängen an. Dabei unterstützt uns unsere Lesepatin einmal in der Woche.
Für Kinder mit „Deutsch“ als Zweitsprache findet regelmäßig Sprachförderung zur Wortschatzerweiterung statt. Die Vorschulkinder nehmen im letzten Halbjahr vor der Einschulung am Vorschulprogramm “Wuppi“ teil. Dabei lernen sie ganz beiläufig, den besonderen Sprachrhythmus und den Satzbau der (deutschen) Sprache kennen und haben dabei viel Freude.

Die Kinder haben hier die Möglichkeit lebenspraktische Kompetenzen zu erwerben und auszuprobieren.
Für uns ist es wichtig, das kindliche Nachahmungs- und Selbstbestimmungsstreben zu fördern. Hierzu zählen Tätigkeiten, wie sich selbst Ankleiden, die Schuhe anzuziehen, sich eine angemessene Portion Essen zu nehmen und sie zu verzehren, die Zähne zu putzen und sich zu waschen.
Besonders viele Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten das Herstellen von Mahlzeiten, das Tischdecken, die Pflege von Tischkultur bei gemeinsamen Mahlzeiten, das Blumengießen, der Umgang mit unterschiedlichen Geräten, Materialien und Werkzeugen.
Selbständigkeit und Sicherheit, alltägliche Herausforderungen gut zu bewältigen, sind gute Voraussetzungen für selbsttätiges Lernen auch in anderen Erfahrungsfeldern.

Sprachliche Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für den Erwerb des mathematischen Grundverständnisses. Das Kennenlernen von mathematischen Zusammenhängen weckt bei den Kindern viel Interesse. Die Bedeutung von Formen, Größen, Gewicht und Zahlen nehmen sie mit großer Aufmerksamkeit wahr und erlernen das Verwenden von Symbolen. Im Alltag haben sie die Möglichkeit dazu bei Memory-, Würfel,- Kim- und Legespielen, Abzählversen und Reimen, bei festen Ritualen im Tages- und Wochenablauf (Kalenderführung), sowie bei hauswirtschaftlichen Angeboten beim Abmessen und Wiegen der Zutaten. Sie helfen beim Einzählen von Sandspielzeug und Zootieren, erfahren im Spiel Ortsbestimmungen und Regeln. Zum Zuordnen und Sortieren gibt es den Fröbelkasten und ein Knopfglas. Die Vorschulkinder lernen den Umgang mit Zahlen von 1 – 10 im Zahlenland.

Ästhetische Erfahrung als unmittelbare Bildung der Sinne Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen ist für die Entfaltung der Kinder von Geburt an sehr wichtig. Wir ermöglichen ihnen durch konkretes Tun, ihr Bild von der Welt zu erweitern und die damit verbundenen Gefühle auszuleben bei Musik, Tanz, Rollenspiel und bildnerischem Gestalten.
Im Umgang mit verschiedenen Materialien lernen sie verschiedene Formen kennen, um dies auszudrücken: Wasser, Knete, Farben, Ton, Klebstoff und kostenlose Materialien im Kreativraum. Außerdem stehen Bausätze, Steckmaterialien und unterschiedliche Bausysteme im Konstruktionsraum zur Verfügung.
Verkleidungsmöglichkeiten und Anregungen zum Rollenspiel gibt es durch die Funktionsbereiche einer Puppenwohnung, einer Friseurstube und einer Arztpraxis im Kommunikationsraum.
Decken, Turnmatten und Riesenbausteine warten im Bewegungsbereich.
Durch Singen und Musizieren wird Gemeinsamkeit im täglichen Willkommenskreis und im wöchentlichen Singkreis zum Ausdruck gebracht. Hier gibt es auch Raum für Lieder und Rituale aus anderen Kulturkreisen.

Die Begegnung mit der Natur erweitert und bereichert das Wissen der Kinder. Die Kinder erfragen Zusammenhänge aus der Natur und ihrer Lebenswelt und werden ermuntert zu beobachten und zu erforschen. Dabei lernen sie im Zusammenhang den Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen wahrzunehmen.
Ein achtsamer Umgang ist uns wichtig. Auf unserem Spielgelände wachsen Blumen, Bäume und Sträucher. Wir versorgen die Vögel im Winter mit Futter im Vogelhaus, stellen Nistkästen zur Verfügung, ernten und verwerten das Obst unserer Bäume.
Zum Erfahren von Natur mit allen Sinnen geben wir den Kindern Gelegenheit am Waldprojekttag.  Dies passiert auch bei Ausflügen an den See, in den Stadtpark oder zu den Kleingärtnern.
Die Erlebnisse werden im Spiel und im kreativen Gestalten vertieft, die Selbständigkeit gefördert und das Wissen der Kinder über Natur und Lebenswelt erweitert.

Wir sehen religiöse und ethische Bildung als einen selbstverständlichen Teil unserer Arbeit an, indem wir einander in Freude und auch Traurigkeit wahrnehmen, füreinander da sind, rücksichtsvoll miteinander umgehen und Rituale pflegen.

Als zentrale Glaubenserfahrung vermitteln wir durch unsere Haltung und die religionspädagogischen Angebote, dass Gott uns Menschen liebt, sich jeder und jede bei ihm geborgen fühlen und ermutigt seinen Weg gehen kann.
Die Kinder erleben religiöse Lebensformen im Alltag des Kindergartens, indem wir zum Beispiel miteinander beten: vor dem Essen, im Morgenkreis und im Singkreis. Wir führen religionspädagogische Projekte durch, erzählen biblische Geschichten und singen christliche Lieder.
Gemeinsam mit den Kindern feiern wir christliche Feste im Jahrablauf, gestalten besondere Gottesdienste z. B. am Nikolaustag, den Abschlussgottesdienst zum Ende des Kindergartenjahres, zum Erntedank und das Martinsfest.

Wir sprechen mit den Kindern über unseren Glauben, – gern auch mit den Eltern – und vermitteln dabei christliche Werte.
Die Würde, die der Mensch vor Gott hat, sowie Menschlichkeit und Unvollkommenheit und auf der ethischen Ebene: Rücksichtnahme, gegenseitige Hilfe, Gemeinsamkeit, Stärken und Schwächen akzeptieren und Vorbild sein.
Wir verstehen uns als einen Teil der Kirchengemeinde, nehmen am gemeinschaftlichen Leben teil und werden durch sie begleitet und unterstützt.
Mitarbeitende und Träger bilden sich regelmäßig fort, um die fachliche Kompetenz zu erhalten, zu erweitern und uns neuen Anforderungen zu stellen.

Durch gemeinsame Reflexion und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen überprüfen und hinterfragen wir regelmäßig unsere Arbeit.
Qualitätsziele

1. Gesellschaftliche Verantwortung
Jedes Kind hat das Recht auf Erziehung, Bildung und Betreuung. Daher bietet unsere Einrichtung den Rahmen für eine ganzheitliche Entwicklungsförderung des Kindes.
Wir arbeiten „familienergänzend“  das heißt wir beziehen das Lebensumfeld und die Lebenssituationen der Kinder und ihrer Familien ein. Wir unterstützen und ergänzen die Eltern in der Erziehung des Kindes.
Kinder aus Familien  anderer Kulturkreise erleben wir als Bereicherung und Ergänzung für unser Wissen, sowie das Einüben von Toleranz.
Das pädagogische Handeln unterstützt die Entwicklung des Kindes in seiner Persönlichkeit, in der Eigenverantwortung und der Gemeinschaftsfähigkeit. Die individuelle Förderung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen dient der Integration und bietet die größtmögliche Chancengleichheit.
In Entscheidungsprozessen werden die Kinder angemessen mit einbezogen. Sie lernen andere zu achten und Entscheidungen anderer zu respektieren.
Das Vorbildverhalten der Erwachsenen / Erziehenden ist ein grundlegender Bestandteil unserer Arbeit.
2. Grundlagen pädagogischen Handelns
In unserem Kindergarten hat jedes Kind das Recht auf eine selbstbestimmte Entwicklung. So bekommt es die Möglichkeit seinen Tagesablauf und die damit verbundenen Entwicklungsaufgaben frei zu gestalten. Wir geben ihm hierzu Anregungen und begleiten es hierbei individuell. Dafür sind unsere regelmäßigen Beobachtungen und deren Dokumentation von großer Bedeutung. Diese unterstützen uns bei der Gestaltung von Planungsprozessen und der „Wahl“ von neuen Schwerpunkten. Auf der Grundlage der Konzeption und dem NOP (Niedersächsischer Orientierungsplan) wird den Kindern ermöglicht, auf spielerische Weise ihre Umwelt zu entdecken. Durch unsere stabile Beziehung zu den Kindern bauen wir ein Vertrauensverhältnis auf und vermitteln ihnen somit eine Sicherheit, die sie benötigen, um sich auszuprobieren, Neues zu erleben und zu erfahren.

3. Raumgestaltung innen und außen
Die Mitarbeiter/innen sind sich der Bedeutung des Raumes als „dritter Erzieher“ bewusst. Daher sind Überschaubarkeit, Funktionalität und Ästhetik Grundprinzipien der Raumgestaltung. Sie beeinflusst das Wohlbefinden der Kinder positiv und fordert zu eigenen Aktivitäten heraus. Den Kindern stehen Räume mit hohem Aufforderungscharakter zur Verfügung, die ihre unterschiedlichen Bedürfnisse berücksichtigen. Bei der Raumgestaltung fließen Kinderwerke mit ein. Bewusst wird auf eine Reizüberflutung verzichtet.
Zur Raumgrundausstattung gehören unterschiedliche Materialien, die die Kinder zum Konstruieren, Kommunizieren und Erfinden anregen. Festes Mobiliar wird nach Maßgabe des größtmöglichen Nutzengewinns für die Kinder sparsam und zielorientiert eingesetzt.
Das Außengelände ist naturnah nach Gottes Schöpfung mit einem großen Baum- und Pflanzenbestand gestaltet, begrenzt allerdings auch unsere Möglichkeiten.
4. Zusammenarbeit mit Eltern
Wir unterstützen und ergänzen Eltern in Erziehungs- und Bildungsfragen, um eine optimale Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes zu erreichen. Dabei sehen wir die Eltern als Partner in der Erziehungsarbeit. Deshalb sind uns eine enge Zusammenarbeit und ein reger Austausch mit den Eltern wichtig. Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder und haben ein Recht auf aktive Mitwirkung in unserer Arbeit. Dies wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Kindes aus. Bei Fragen und Konflikten suchen wir gemeinsam nach Lösungen.
Um unsere pädagogische Arbeit transparent zu machen, informieren wir die Eltern regelmäßig über Inhalte, Methoden und Ziele aus dem Alltag im Kindergarten.
Wünsche, Kritik und Rückmeldungen nehmen wir gern entgegen, um eine hohe Akzeptanz zu erreichen.
An grundlegenden Entscheidungen beteiligen sich die Elternvertreter und unterstützen somit das Erreichen unserer Ziele.
5. Umgang mit finanziellen Ressourcen
Die Kirchengemeinde ist verantwortlich für die Finanzhaushaltsführung. Unser Qualitätsmanagementsystem schließt betriebswirtschaftliches Denken und Handeln mit ein.
Die Leitung und das gesamte Team treffen im Rahmen des ihnen zur Verfügung stehenden Budgets die notwendigen Finanzentscheidungen und lassen diese vom Kirchenvorstand genehmigen. Dazu erstellt die Leitung zu Beginn des Haushaltsjahres eine Planung.
Der optimale Einsatz aller zur Verfügung stehenden Mittel unterliegt einer regelmäßigen Prüfung. Das Controlling schafft die notwendige Transparenz über die Verwendung der Mittel und hilft die Notwendigkeit von Eingriffen und Steuerung rechtzeitig zu erkennen.
Unser Ziel ist es, die anstehenden Aufgaben durch ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erreichen.


6. Mitarbeiter/innenqualifikation und Organisationsentwicklung
In unserer Einrichtung stehen qualifizierte Fachkräfte für Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern zur Verfügung. Alle Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Fachwissen, Motivation und Einsatz- und Innovationsbereitschaft aus. Um die dafür erforderliche fachliche und soziale Kompetenz gewährleisten zu können, sind regelmäßige Fortbildungen ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.
Außerdem nutzt unsere Einrichtung unter anderem fachliche Beratung, um wichtige Prozesse begleiten zu können.
Um eine ständige Verbesserung und Weiterentwicklung der Arbeit in der Einrichtung erreichen zu können, wird eine innerbetriebliche Qualitätsentwicklung und –sicherung von allen als Selbstverständlichkeit anerkannt. Diese gemeinsam voran zu treiben ist für das Personal verpflichtend.

7. Zusammenarbeit im Team
Als Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit im Team begegnen wir uns offen, freundlich und wertschätzend. Die Stärken und Interessen der einzelnen Mitarbeiterinnen werden eingebunden, um die Arbeit vielfältig zu gestalten. Deshalb sorgt eine gute Zusammenarbeit aller Fachkräfte für einen effektiven Organisationsablauf und eine positive Arbeitsatmosphäre.
Geregelte Kommunikationsstrukturen dienen dazu, Informationen weiterzugeben, Herausforderungen zu bewältigen und Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen.  Der informelle Austausch ist zur Reflexion, zur Weiterentwicklung und zur Evaluation der pädagogischen Arbeit notwendig. Besonders wichtig sind uns die tägliche Reflexion und der Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder. Bedingt durch unser offenes Konzept gibt es viel Organisatorisches zu besprechen.
Um die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen zu unterstützen, gibt es klare Strukturen mit eindeutiger/differenzierter Aufgabenverteilung. Dies ist die Basis für eine effektive Zusammenarbeit zur Erfüllung des gemeinsamen Auftrags.
Das gesamte Team beteiligt sich aktiv an Fort- und Weiterbildungen. Wir erreichen damit ein hohes Maß an Qualität, um so die Arbeit weiter zu entwickeln und gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen. Dazu haben die MA die aktuelle fachliche Entwicklung im Blick. Jede Mitarbeiterin ist für alle Belange der gesamten Einrichtung mit verantwortlich und trägt deshalb mit Engagement zu einer erfolgreichen Arbeit bei. Die Identifikation des Teams mit der Einrichtung setzt loyales Verhalten des Einzelnen voraus, um so nach außen ein einheitliches Bild abzugeben.


8. Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter/innen
In unserer Kindertageseinrichtung hat jede Mitarbeiterin klar definierte Aufgaben, in der ihr persönlicher Entfaltungsspielraum und größtmögliche Handlungskompetenz gewährleistet wird.
Die MA haben die Möglichkeit ihren Fähigkeiten und Ideen im Alltag Ausdruck zu verleihen, dies wird gewünscht und gefördert.
Ihnen stehen räumliche Bedingungen, technische Hilfsmittel und Arbeitsmittel zur Verfügung, welche die bestmögliche Qualität aufweisen.

9. Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde
Unsere Einrichtung ist ein Teil der Kirchengemeinde und erfüllt eine wichtige Rolle im Gemeinwesen. Durch kirchliche Institutionen wird zum Wohl der Kinder das Bildungs-Erziehungs- und Betreuungsangebot erweitert. Dadurch eröffnet sich den Familien eine weitere Möglichkeit der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.
Biblische Inhalte und christliche Lebensformen werden im Kindergarten vermittelt und durch gemeinsame Gottesdienste und Feste der Kirchengemeinde erweitert.
Die Leitung tauscht sich regelmäßig mit anderen relevanten Akteuren der Kirchengemeinde und des Gemeinwesens aus. Zur Durchführung der Qualitätsentwicklung benennt der Träger einen Beauftragten, der sich aktiv am Prozess beteiligt und die Verantwortung des Trägers wahrnimmt.
Die Kirchengemeinde trägt finanziell durch Kirchensteuermittel zum Kindergartenbetrieb bei.

10. Vernetzung mit anderen sozialen Einrichtungen
Um die eigene Arbeit zu qualifizieren und Angebote zu ergänzen und zu erweitern, hat unser Kindergarten eine Zusammenarbeit mit anderen sozialen Einrichtungen aufgebaut. Hierbei handelt es sich insbesondere um den Fachdienst für Kinder, Jugend und Familie (Jugendamt), den Fachdienst für Gesundheit (Gesundheitsamt), der Erziehungsberatung, der Frühförderung und die Grundschulen.
Ein Informationsaustausch bietet Wege an, unsere Arbeit transparent zu machen und die Aufgaben und Fördermöglichkeiten anderer Einrichtungen kennenzulernen.
So können für Kinder mit Schwierigkeiten im sozial–emotionalen bzw. im körperlichen Bereich gemeinsam Hilfen aufgezeigt werden und somit mögliche zusätzliche Förderungen erfolgen, wie z.B. der Übergang in die Grundschule.
Grundvoraussetzung für die Vernetzung und Kooperation mit anderen Einrichtungen ist, dass sich alle Beteiligten über die gemeinsamen Ziele ihrer Zusammenarbeit verständigen und Ergebnisse austauschen.

11. Öffentlichkeitsarbeit

Wesentlicher Bestandteil unserer Außendarstellung ist eine zielgerichtete und regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit. Sie dient der Werbung und Profilierung als evangelische Kindertageseinrichtung. Präsentation und Kommunikation sind wichtige Steuerungsinstrumente für den gesellschaftlichen Status einer Einrichtung.
Offensive Informationspolitik ist ein wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit der Kindertageseinrichtung. Hierzu gehören die Nutzung zeitgemäßer Medien und Dokumentationsmöglichkeiten.

12. Ethische und religiöse Bildung
Wir verstehen unter religiöser und ethischer Bildung, dass die Kinder lernen ihre Mitmenschen und die Umwelt zu respektieren.
Sie erfahren andere wertzuschätzen und ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. In unserer Einrichtung lernen die Kinder christliche Traditionen kennen, indem sie religiöse Projekte erleben. Rituale bestimmen unseren täglichen Tagesablauf, die Kinder verinnerlichen sie und lernen sie umzusetzen.

Durch das Zusammenleben mit Kindern anderer Religionszugehörigkeiten entwickeln sie eine Kenntnis und ein Verständnis für andere Religionen.
Elternarbeit

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns die Basis für eine familienunterstützende pädagogische Arbeit.
Gemeinsam mit Eltern haben wir zusammengestellt, welche Standards zurzeit dazu gehören:

  • Gruppenelternabende / Familienaktionen
  • Gesamtelternabende
  • Referate zu aktuellen Themen (diese finanziert der Elternverein

regelmäßig zur Jahreshauptversammlung)

  • Elternaktion,( Gestalten der Entwicklungsmappen,  Informationen zu

aktuellen Fragen aus unserem Alltag, Spielzeugreparaturen)

  • Mutter – Kind – Aktionen (verschiedene Ausflüge)
  • Vater – Kind – Aktionen (Besuch bei der Feuerwehr, Waldtag, Besuch im

Schwimmbad, Laternen basteln)

  • Großelternfrühstück
  • Hospitation ( einen Tag mit dem Kind in der Gruppe verbringen)
  • Elterngespräche (Fördergespräche oder Beratung)
  • Elternsprechtag  (Entwicklungsstand des Kindes wird besprochen)
  • Elternvertretung (Mitarbeit im Elternrat / Kindergartenbeirat)
  • Elternverein (als Förderverein / Mitarbeit im Vorstand)
  • Mithilfe bei Veranstaltungen (Feste, Tag der offenen Tür, Begleitung von

Ausflügen, Vorstellung verschiedener Berufsgruppen)

  • wichtige Informationen über Organisatorisches bekommen sie
  • an der Litfaßsäule im Vorflur und an der Infotafel neben der Bürotür,
  • an den Infotafeln im Flurbereich vor der Gruppenraumtür finden Sie

Informationen über die pädagogische Arbeit und das aktuelle Geschehen
in den Gruppen,

  • über gemeinsame pädagogische Projekte an der Tür zum Heizraum im

Flur

  • den Elternbrief  (erscheint bei Bedarf zwei- bis dreimal im Jahr)
  • den Kirchenvorstand im Bedarfsfall

 

Dieses alles sind Möglichkeiten, das Leben in unserer Einrichtung mit zu gestalten und zu verstehen.