Aktuelle Nachrichten

Kindermusical 2018



Biblisches Kindermusical in der St. Andreas-Kirche

Kindermusical 2018

„Und wenn nur einer käme, mir meine Blindheit nähme und ich könnt wieder sehen …“ singt der blinde Bartimäus, nachdem er wieder einmal von ein paar Kindern geärgert und von den Leuten übersehen worden war. Kinder, die im Rahmen eines 3-tägigen Ferienprogrammes des Propsteikantorates und Propsteijugenddienstes Lebenstedt die biblische Geschichte vom blinden Bettler Bartimäus als Musical eingeübt hatten, führten diese im Gottesdienst der St. Andreas-Gemeinde als Evangeliumslesung auf. Textsicher und selbstbewusst erklangen die Chor – und Solostellen und wurden von spielerischer Darstellung lebendig untermalt. Die Bewunderung und ausgiebiger Beifall für ihre große Leistung war den Kindern sicher.

Susanne Diestelmann

 

Abschied von Propst Kuklik

Zwei kurzweilige Stunden mit Rückblick auf sechzehn Amtsjahre

Propst Kuklik
Propst Kuklik

Am letzten Samstag im Juni nahm die Propstei in der Martin-Luther Kirche in Lebenstedt Abschied von Propst Kuklik – schneller als gewünscht, doch Gott sei Dank nicht ganz und gar. Mit 65 Jahren ist die offizielle Beendigung der Dienstzeit erreicht. Die aufgrund der Strukturveränderungen durch die Bildung von Pfarrverbänden und Gestaltungsräumen und die neue Zusammensetzung der Kirchenvorstände und Synoden anstehende Bewältigung vieler Aufgaben wäre man in der Propstei sehr gerne gemeinsam mit Propst Kuklik angegangen.
In den Grußworten der Vorsitzenden der Propsteisynode Elisabeth Lauer, des stellvertretenden Propstes Matthias Bischoff und den Vertreterinnen der MAV wurde deutlich, wie große Aufgaben der Vergangenheit durch die sachliche, anpackende, aber den Menschen zugewandte Art Joachim Kukliks in kollegialer Zusammenarbeit mit den angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern bewältigt worden sind. Doch eine Verlängerung der Dienstzeit war aus Sicht des Landeskirchenamtes nicht möglich.
Die Vorsitzende des Kirchenvorstandes der St. Andreas Gemeinde Renate Bares gab der Freude der Gemeinde St. Andreas Ausdruck, dass sich Propst Kuklik für die Zeit der Vakanz der halben, an das Propstamt gekoppelten, Pfarrstelle bereit erklärt hat, hier weiter Gottesdienste und andere Amtshandlungen durchzuführen. „Pastor bin ich und bleib ich“ betonte Kuklik in seiner Predigt. Und das Bewusstsein, dass der Propst im Ruhestand mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn er nachgefragt wird, dürfen auch das Pfarrerkollegium und die Gremien der Propstei mitnehmen.
Dass Kirche einen Ort in der Welt hat und haben muss und dass Kirche einen Ort in der Stadt Salzgitter mit ihren ganz besonderen Anforderungen hat, wurde neben der sehr persönlich gehaltenen Predigt Kukliks auch im Grußwort des Oberbürgermeisters Frank Klingebiel, der auch die Bibellesung übernahm, deutlich. Er betonte, wie verlässlich der Propst bei vielen Gelegenheiten, an der Seite der städtischen Vertreter präsent war.
Propst Kuklik begann seine Abschiedspredigt mit einer humorvollen Betrachtung der Besonderheit der Stadt Salzgitter, die in einem Ranking zur dritthässlichsten Stadt Deutschlands gewählt worden war. Doch in seinen 16 ½ Jahren Amtszeit in der Stadt sei er gerade durch ihre Eigenheiten und Besonderheiten heimisch geworden. In der Stadt, die seit ihrer Gründung von Zuzug und Migration bestimmt worden sei, werde die Zusage des Evangeliums besonders deutlich: „Der Wert des Menschen liegt nicht in seiner Leistung, seiner Intelligenz, der Bildung oder der Herkunft.“ Der Glaube an den menschenfreundlichen Gott befreie aus der Enge des Dogmas. Dazu gehöre auch die Befreiung von der Beengung durch den Gedanken, die Kirche habe kein Geld. „Wenn man eine gute Idee hat und überzeugen kann, dann ist auch Geld da“.
Seinen Dank richtete Propst Kuklik an die Stadt für das gegenseitige Vertrauen, an die Pfarrer/innen und Mitarbeiter/innen in der Propstei, an die Parteien, die Vereine, seinen Zahnarzt und Arzt, seine Ehefrau, die ihm mit Rat, Tat und Trost in der Pfarrhausarbeit zur Seite stand und an seine Tochter Gesa, die ihm in all den Jahren freundliche Begleitung war.

Susanne Diestelmann

 

Klausurtagung des Pfarrkonventes in Kloster Drübeck

Pfarrkonvent

In einer letzten Klausurtagung unter Leitung von Propst Kuklik versammelten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer der Propstei Lebenstedt für 3 Tage im Kloster Drübeck.
Bibelarbeiten zu Worten des Johannesevangeliums, die den christologischen, soteriologischen und ekklesiologischen Aspekt des Verkündigungs- und Seelsorgeauftrages beinhalteten, und die Vorstellung eines Strukturmodells des Kirchenkreises der Hannoverschen Landeskirche Lüchow-Dannenberg durch Propst Stephan Wichert-von Holten waren Grundlage für den regen Austausch über die Zukunft der Propstei.
Die Umstrukturierungen im Rahmen der Bildung neuer Pfarrverbände und Gestaltungsräume, die sich auch auf die Arbeit von Kirchenvorstehern und die Zusammensetzung der Synode auswirken, fordern Veränderungen in Organisation, Aufteilung von Arbeitsfeldern, bieten aber auch Chancen und Möglichkeiten neuer Formen der Zusammenarbeit von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen. Die Gemeinden und Pfarrer sollten bei größtmöglicher Kollegialität und Einigkeit in der Zusammenarbeit ihr Profil und ihre Eigenständigkeit bewahren dürfen.
Propst Kuklik, der nach seiner Verabschiedung Ende Juni in St.Andreas weiter Gottesdienste und Amtshandlungen durchführen wird, bescheinigte den Pfarrer/innen der Propstei am Ende der Tagung mit Anerkennung, dass er in seinen 16 Amtsjahren in der Propstei die Zusammenarbeit als sehr konstruktiv und kollegial erlebt habe.

Susanne Diestelmann

 

Andacht am Lutherbaum im Gedenken an den 32. Jahrestag von Tschernobyl

Lutherbaum

Wer kennt schon alle seine Verfehlungen?
Strafe mich nicht, sprich mich frei! Psalm 19,13
Unter diesem Bibelwort stand am 26. April 2018 die diesjährige Andacht an dem vor sechs Jahren vor dem Bundesamt für Strahlenschutz angepflanzten „Lutherbaum“. Jedes Jahr am Jahrestag des Reaktorunglückes von Tschernobyl findet hier um fünf vor zwölf eine Stunde des Gedenkens und Mahnens statt. Auch dieses Jahr wurde sie begleitet und begonnen vom Posaunenchor der Landeskirche.
„Es ist fünf vor zwölf“ eröffnete Pastorin Ann-Kathrin Rieken die Andacht, in der dann zunächst die japanische lutherische Pfarrerin Akiko Nishikawa, der japanische Filmemacher Takashi Kunimoto, Zeitzeuge des Unglückes von Fukushima und die Zeitzeugin aus Tschernobyl, Alena Blatun, zu Wort kamen.
In ihrer Ansprache unter dem obengenannten Bibelwort machten Pastorin Rieken und Pastor Rolf Adler (Umweltbeauftragter der Landeskirche) auf eindrückliche Weise die Verflochtenheit und Mitverantwortung der Christen deutlich: „Alles hängt doch irgendwie miteinander zusammen. Und auch ich benutze tagtäglich den Computer, das Handy, die Kaffeemaschine und mehr. Und diese Energie muss auch irgendwo und irgendwie erzeugt werden“…“Mit der Gewissheit, dass Gott der Fels, der Motivator meines Handelns ist, kann ich mich einsetzen für die Schöpfung, versuche ich meine Werte und Normen an seinen Weisungen zu orientieren, dann werde ich auch einen Umgang und einen Weg mit der Frage nach der Atomenergie finden, umzugehen…“(Rieken).

„Wer kennt schon alle seine Verfehlungen? Strafe mich nicht, sprich mich frei“ Diese Worte seien daher nicht als Ausflucht aus unserem Desaster zu nehmen, sondern als Beginn unserer Verantwortung. Dies bedeute, das Gespräch des Herzens politisch werden zu lassen, schloss Pastor Adler die Andacht. „In Richtung der Menschen, die unter den Folgen von Atomunglücken leiden, in Richtung solcher Menschen, die heute noch davon reden, dass Atomenergie verantwortbar ist und eine gute Technologie. Und in Richtung solcher Menschen, die dem gesellschaftlichen Konflikt um die Lagerung von Atommüll umgehen möchten, indem sie technische Schnellschüsse fabrizieren. Ihnen halten wir entgegen: Wir können uns der Verantwortung nicht entziehen. Aber wir können die Verantwortung gemeinsam gestalten“.

 

Die Kanaldörfer bekommen eine neue Pastorin

Ann-Kathrin Borchers tritt im Juli ihren Probedienst an
Die Kirchengemeinden Sauingen, Üfingen, Bleckenstedt und Beddingen können sich über die überraschend schnelle Neubesetzung der Pfarrstelle im Verband freuen. Pfarrerin auf Probe Ann-Kathrin Borchers, 29 Jahre alt, die am  23.Juli um 14 Uhr in der Petruskirche in Sauingen eingeführt wird, tritt am 17. Juli ihre erste Stelle an, nachdem sie am 18. Juni im Dom ordiniert worden ist. Noch wird sie das Pfarrhaus in Sauingen nicht beziehen können, das zunächst renoviert werden muss. Doch steht ja auch noch ihre Hochzeit im Oktober an, verrät sie, und dann zieht sie vielleicht gleich unter ihrem neuen Namen Ann-Kathrin Rieken mit Ehemann Eike, der Betriebsarzt bei Flachstahl Salzgitter ist, um. Bis zur Fertigstellung des Pfarrhauses wohnen die beiden noch in Vechelde.
Frau Borchers erzählt, dass sie über die Kindergottesdienst – und Jugendarbeit  in ihrer Heimatgemeinde an der Stiftskirche Königslutter schon sehr früh zu ihrem Berufswunsch gekommen ist. „Mit 12 stand es schon fest, nach dem Abitur habe ich nochmal kurz überlegt, bin dann aber dabei geblieben.“ An dem Tag im Jahr 2015, an dem sie ihr Studium in Göttingen mit dem 1. Examen abschloss, wurde Stiftskirchenpfarrer Pastor Trümer, der sie sehr geprägt hat, pensioniert. „Das betrachte ich als eine Staffelübergabe.“,  schmunzelt Borchers. Während des Studiums arbeitete Bochers als studentische Hilfskraft 5 Jahre für die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz. Ihr Vikariat absolvierte sie in Denzdorf und Klein- und Groß Gleidingen. Dieses Jahr schloss sie es mit dem 2. Theologischen Examen ab. Thema ihrer Examensarbeit: „Lasset die Kinder zu mir kommen“- Kindergottesdienst als Beitrag für die kirchliche Entwicklung.
„Jetzt ist es nach der langen Ausbildung auch wirklich Zeit, im Beruf durchzustarten, dazu habe ich richtig Lust!“strahlt sie. Den Kirchenvorständen ihrer neuen Gemeinden hat sie sich schon vorgestellt – nun wissen alle, dass man nicht Kaffee sondern Tee bereitstellen sollte, wenn die Pastorin zu Besuch kommt.
Ihre Hobbys verrät sie auch: Fotografieren, singen, lesen (Fantasy und Familiensagas) und Fahrrad fahren.

 

Preis der Konföderation der evangelischen Kirchen für Schülerinnen des GAF

Seit drei Jahren gibt es den Buchpreis der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Er wird verliehen für herausragende Leistungen bei der Abiturprüfung im Fach Evangelische Religion. Zum ersten Mal wurde er bei der diesjährigen Abiturentlassung des Gymnasiums am Fredenberg drei Abiturientinnen überreicht. Hagen Rautmann, Pfarrer in Lichtenberg, Burgdorf, Nordassel und Hohenassel und selbst Vater einer diesjährigen Absolventin am GAF, überreichte die Buchpreise und Urkunden an Anna-Zoe Willmann, Angelika Radcenko und Patrycija Kaminska, die jeweils eine 1 in Religion auf dem Abiturzeugnis stehen haben.

 

Abiturgottesdienst des Kranichgymnasiums

Unter dem Motto  „Das Schiff verlässt den sicheren Hafen“ stand der diesjährige Abiturgottesdienst des Kranichgymnasiums am Tag der Zeugnisausgabe in St. Michael. Die Abiturienten und Abiturientinnen hatten ihn unter Leitung ihrer Religionslehrerin Kordula Hirtz vorbereitet und auch die musikalische Gestaltung übernommen. Susanne Diestelmann, die auch die Predigt hielt, begrüßte die Schüler und ihre Familien im Namen der evangelischen Propstei Lebenstedt und des katholischen Dekanats Goslar-Salzgitter, da Pastoralreferent Torsten Sander diesmal auf Grund der Abiturfeier des eigenen Sohnes verhindert war.
Esther Schulz am Klavier und Veronia Schulz mit dem Saxophon begleiteten stimmungsvoll die von der Gemeinde gesungenen Lieder, Laurenz Kazmarczyk sang „Pass gut auf dich auf (Yvonne Catterfeld) und „Auf uns“ (Andreas Bourani).

Auf dem Foto: Esther Schulz und Laurenz Kazmarczyk

 

Neue Lektorin in der Propstei

Achtmal verbrachte Gudrun Kiefer während ihrer einjährigen Ausbildung zur Lektorin bis zum 17. Juni den Freitag- bis Samstagnachmittag im Unterricht zur Bibelkunde, Liturgie und Kirchenjahr und vielem mehr, bis hin zur Stilberatung und besuchte an 16 Sonntagen rundum in der ganzen Landeskirche die Kursgottesdienste der anderen Lektoren. Am Samstag, den 17.6., war es so weit: in der Petri-Kirche in Braunschweig fand die feierliche Einsegung der 16 neuen Lektoren durch Kursleiterin Drost von Bernewitz und Oberlandeskirchenrat Hofer unter liturgischer Mitwirkung der Lektoren statt.
Gudrun Kiefer, Buchhändlerin in Salzgitter-Lebenstedt, verheiratet, Mutter von zwei Töchtern und Oma von zwei Enkelkindern, erinnert sich, dass ihre ersten Begegnungen mit Kirche dadurch entstanden, dass ihre Oma sie als kleines Kind zum Gottesdienst in die Martin Luther Kirche mitnahm. "Eigentlich war ich seitdem immer dabei, mal abgesehen von den Jahren zwischen Konfirmation und Heirat, sei es durch den Kindergottesdienst in Bruchmachtersen, sei es durch Spielkreis und Kindergottesdienst der eigenen Kinder, spätere 20 jährige Kirchvorstehertätigkeit und Leitung des Kindergottesdienstes."

Motivation, sich nun noch zur Lektorin ausbilden zu lassen, war einmal die Erkenntnis, dass zur Gewährleistung der gottesdienstlichen Versorgung heute wegen der Zusammenlegung vieler Pfarrstellen dringend Lektoren gebraucht werden, zum Anderen das Gefühl, den eigenen Schatz an Erfahrungen und die große Lust am gottesdienstlichen Leben in diesem Amt gut einbringen zu können.

 

Bach, Pachelbel und The Imperial March aus Star Wars

Was hat Filmmusik des 20. Jahrhunderts mit einem Choralvorspiel von Bach zu tun?, mag man sich fragen. Die Antwort ist: beides kann man auf der Orgel spielen.
Zu einem Schülerkonzert fanden sich am Samstag neun der insgesamt ca. 25 Schüler/Innen der Orgeldozentin der Braunschweiger Landeskirche Friederike Werner-Kriatchko aus den verschiedenen Regionen der Landeskirche in der Martin-Luther-Kirche in Lebenstedt ein. Wenn wir hier von Schülern sprechen, handelt es sich neben wirklichen Schülern jedoch durchaus auch um Studenten und Erwachsene verschiedensten Alters. Denn mit einer gewissen Vorbildung am Klavier oder auch anderen Instrumenten ist es eigentlich nie zu spät, sich an die „Königin der Instrumente“ zu wagen. Es braucht nur ein Maß an motorischer Intelligenz, Musikalität und Motivation, sagt Friederike Werner-Kriatchko. Ziel der Ausbildung, die aus dem Orgelunterricht und einem musiktheoretischen Kurs besteht, ist es, den Nachwuchs zu befähigen, die Gottesdienste der Landeskirche an der Orgel musikalisch zu begleiten. Einen ersten Abschluss bildet die D-Prüfung.
Die Nachwuchsorganisten boten den Zuhörern, die sich in der Martin-Luther-Kirche eingefunden hatten, auf der barock gestimmten Orgel eine bunte Mischung aus Barock (Bach, Pachelbel), Romantik (Merkel, Karg-Elert, Forchhammer u.a.), Klassik (Knecht) und Moderne (Baudach) bis eben hin zur Filmmusik (John Williams) und Popularmusik („Love“ von Thomas Riegler).
Sinn der Orgelschülerkonzerte ist es, dass sich die Schüler/Innen einmal schon mit ihren Fortschritten präsentieren können, zum anderen daran gewöhnen, vor einem Publikum zu spielen.

Susanne Diestelmann